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Weihnachtspakete für Sylter Kinder

Da leuchten an Heiligabend Kinderaugen: So verlässlich, wie jedes Jahr der Weihnachtsmann kommt, sorgt Sylta Schmidt aus Morsum dafür, dass Kinder sozial benachteiligter Sylter Familien nicht vor einem kargen Gabentisch stehen.

Zum bereits 13. Mal gibt es die Aktion ″Weihnachtspakete für Sylter Kinder″, und trotz oder gerade in Corona-Zeiten war die Spendenbereitschaft besonders hoch: Von Sylterinnen und Syltern wurden diesmal 142 Weihnachtspakete gepackt – das ist neuer Rekord.

"Ich opfere gerne viele Stunden Zeit für die Koordination – doch der besondere Dank gilt allen, die zum Gelingen dieser Aktion beitragen", unterstreicht Sylta Schmidt.

Unter der Prämisse des Datenschutzes erhielt sie dabei vom Sozialzentrum Sylt lediglich die Information, ob es sich bei dem jeweiligen Kind um ein Mädchen oder einen Jungen handelt und wie alt es ist – diese Nachricht bekommt dann auch jeder einzelne Spender.

Hilfe vor Ort, die ankommt: "Man hat mir berichtet, dass die Beschenkten stets überrascht und oftmals sehr gerührt waren″, freut sich die Morsumerin. Und auch die Mitarbeiterinnen des Sozialzentrums der Gemeinde Sylt und der Abteilung ″Familien im Mittelpunkt″ des Diakonischen Werks Südtondern sind von der Aktion begeistert: "Wir unterstützen dieses tolle Projekt immer wieder gerne."

Die Familien durften sich die nummerierten Weihnachtspakete bereits abholen – mit Blick auf die Hygienevorschriften wurden diese durch ein geöffnetes Fenster des Westerländer Gemeindesaals der evangelischen Kirche gereicht. Nun also kann Heiligabend kommen – und Kinderaugen werden leuchten.

 

 

Morsumer Rehfamilie

Im Advent des vergangenen Jahres hatte es einige Irritationen um ein schmuckes Wildtier gegeben: Ein illuminiertes Reh war vom Verein der Sylter Unternehmer zunächst an der Bahnstrecke bei Morsum, wenig später jedoch im Westerländer Rathauspark platziert worden – was im östlichsten Inselort manchen verärgerte und sogar für Gesprächsstoff bei einer Gemeinderatssitzung sorgte.In diesem Jahr wird sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen: Der Verein der Morsumer Kulturfreunde erwarb gleich eine ganze Rehfamilie und stellte diese nahe des Muasem Hüs an der Ecke Miiren Huk inmitten ebenso glanzvoller Tannenbäume auf.

"Damit haben wir eine schöne Ergänzung zur Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen und dem Jöölboom vor dem Muasem Hüs geschaffen", freut sich denn auch die Vereinsvorsitzende Maren Ehmke. 

Bücherei unter neuer Regie

Stabwechsel in der Bücherei im Muasem Hüs: Mehr als zehn Jahre lang hatte Sylta Schmidt die Besucher jeden Montagnachmittag persönlich betreut, nun gab sie das Ehrenamt an einen anderen ebenso versierten und bekannten Morsumer ab: Manfred Holst ist ab sofort der Ansprechpartner vor Ort.

Vor 13 Jahren hatte der Verein der Morsumer Kulturfreunde die Adresse für alle Leseratten mit dem friesischen Namen ″Bokerskaap fan di Muasem Kulturfrinjer″ im Morsum-Zimmer vor dem schmucken Wandporträt des Morsum-Kliffs eingerichtet, wobei die benötigten Bücherregale und -schränke aus dem ehemaligen Lister Offiziersheim organisiert wurden.

Über 500 Bücher und an die hundert Puzzles können heute in der Bücherei getauscht oder aber günstig erworben werden, wobei der Erlös der Kinder- und Jugendarbeit der Morsumer Kulturfreunde zugute kommt. Sylter und Gäste sind gleichermaßen gern hier. Oft habe ich dabei für die Urlauber auch als Informationsbörse für alle Fragen rund um Morsum fungiert″, schmunzelt Sylta Schmidt.

Einen ″gelungenen Übergang″ durch zwei sympathische Morsumer befand die stellvertretende Vereinsvorsitzende Angelika Böhm, die Sylta Schmidt mit einem Blumenstrauß bedachte. Manfred Holst freut sich auf seine neue Aufgabe – und wie mit seiner Vorgängerin können Einheimische auch mit ihm friesisch parlieren.

Ein gedrucktes Dankeschön: ″Morsumer Geschichte(n)″

Für das Jahr 2020 hatte der Verein der Morsumer Kulturfreunde wieder einen bunten Strauß an Veranstaltungen arrangiert Doch dann kam ″Corona″ und damit alles anders. Prävention und Achtsamkeit sind die entscheidenden Tribute – daher mussten zunächst alle Veranstaltungen für 2020 abgesagt werden. 

Umso mehr gilt allen Mitgliedern, die dem Verein auch in dieser Zeit im Ausnahmezustand die Treue halten, ein großes Dankeschön des Vorstands. Als Zeichen der Wertschätzung und als kleine Aufmerksamkeit wurde ein Büchlein mit dem Titel ″Morsumer Geschichte(n)″ eigens für alle Vereinsmitglieder gedruckt. In der Publikation wird Morsums Gegenwart und Geschichte in Wort und Bild lebendig – angefangen von der St. Martin-Kirche über das Morsum-Kliff bis hin zum Ringreiten. Aparte Bilder von Morsum mit Zitaten prominenter Sylt-Besucher runden die Dankeschön-Lektüre ab, die bereits allen Mitgliedern persönlich oder postalisch zugestellt wurde.

 

Kurpark heißt nun "Muasem Guart"

Es geht voran mit der Umgestaltung des Morsumer Kurparks: Seit Beginn des Monats sind Fachfirmen damit beschäftigt, die angelieferten Freizeit-Elemente zu installieren sowie den Hauptweg, der das Muasem Hüs mit dem Bedarfsparkplatz verbindet, zu verbreitern. Unter anderem wird die Naherholungsoase neben dem bereits vorhandenen Spielplatz künftig Trimmfit-Geräte und einen Balancierparcours aufweisen. Auch werden Obstbäume das Ambiente des lange Zeit brachliegenden Kurparks bereichern. Der Dank des Initiators – der Verein der Morsumer Kulturfreunde – gilt der Gemeindevertretung Sylt, die für das Projekt 77.000 Euro in den Haushalt einstellte.

Im Zuge der Umgestaltung des Kurparks wird auch dessen Umbenennung erfolgen. Der Verein der Morsumer Kulturfreunde rief in Absprache mit dem Ortsbeirat alle Bürgerinnen und Bürger zur Namensfindung auf. Unter 24 Vorschlägen wählte der Vereinsvorstand den friesischen Namen "Muasem Guart" ("Morsum Garten") von Alfred Bartling aus, der sich nun über einen Präsentkorb voll Morsumer Produkte freuen darf. Mit Buchpräsenten werden die Nächstplatzierten Kerstin Ingwersen, Kaike Bartling sowie Ines und Jens Dreisow belohnt.


Neues Mobiliar für Morsumer Kurpark

Freuen sich über das neue Kurpark-Mobiliar: Nikolas Häckel, Maren Ehmke, Jan-Luka Thevagt und Marwin Dose (v.l.) Fotos: Deppe
Freuen sich über das neue Kurpark-Mobiliar: Nikolas Häckel, Maren Ehmke, Jan-Luka Thevagt und Marwin Dose (v.l.) Fotos: Deppe

Schon seit geraumer Zeit drängt der Verein der Morsumer Kulturfreunde auf die Umgestaltung des wenig attraktiven Kurparks hinter dem Muasem Hüs, Nun ist quasi der inoffizielle Startschuss gefallen: Im Park wurden zwei komfortable Bank-Tisch-Kombinationen aufgestellt, die durch eine großzügige Spende ermöglicht wurden.

Ein Benefizturnier, zu dem Moderator Johannes B. Kerner und Lanserhof-Geschäftsführer Dr. Christian Harisch im vergangenen Jahr auf den Platz des Golfclubs Morsum eingeladen hatten, erbrachte die stolze Spendensumme von 5600 Euro. ″Herr Kerner wusste, dass der Kurpark umgestaltet werden soll und fragte erfreulicherweise bei uns an, ob man dieses Vorhaben unterstützen könne″, berichtet Maren Ehmke, Vorsitzende des agilen Vereins.

Ein Verwendungszweck war schnell gefunden: Die Morsumer Tischlerei Hoyme fertigte zwei hochwertige Bank-Tisch-Kombinationen aus massivem Eichenholz, die nun von den Mitarbeitern Marwin Dose und Jan-Luka Thevagt im Beisein von Bürgermeister Nikolas Häckel aufgestellt wurden.

Beide Kombinationen, die jeweils einen Tisch mit acht Sitzplätzen umfassen, sind nahe des Spielplatzes und der benachbarten Grillecke platziert. ″So können sie von Besuchern ganz unterschiedlich genutzt werden″, befand Maren Ehmke, die sich bei den Spendern Johannes B. Kerner und Dr. Christian Harisch ebenso herzlich bedankte wie bei der Tischlerei Hoyme ″für die hervorragende Ausführung″.

Auch Nikolas Häckel zeigte sich von dem neuen Kurpark-Mobiliar angetan: ″Die Gestaltung ist sehr ansprechend und wertet das Areal auf.″ Der Bürgermeister erklärte zudem, dass die Planungen konkretisiert wurden und mit der Umgestaltung des Kurparks in diesem Jahr begonnen werde. Im Haushalt der Gemeinde sind für das Projekt 77.000 Euro eingestellt.

Gemeinsame Hilfsaktion in Zeiten von Corona

 

 

Vereint gegen die sozialen Auswirkungen der Corona-Krise; Die Evangelische Kirchengemeinde, die Morsumer Kulturfreunde mit ihrem Vereinsverbund ″13 in einem Boot″ und der Ortsbeirat Morsum haben die Hilfsaktion ″Wir für Morsum″ ins Leben gerufen. ″Damit wollen wir insbesondere älteren Mitbürgern, aber auch anderweitig Betroffenen hilfreich zur Seite stehen: Auf Wunsch werden zum Beispiel Einkäufe erledigt oder Hunde ausgeführt, aber auch Kontakte zu Behörden vermittelt″, unterstreicht Pastorin Dr. Christiane Eilrich.

 

 

 

″Wir sind stolz auf unsere Dorfgemeinschaft, die auch schon vor der Corona-Krise sehr gut funktioniert hat. Nun wollen wir dieses Füreinander-Dasein umso mehr unter Beweis stellen″, betont Maren Ehmke. Die Vorsitzende der Morsumer Kulturfreunde erkennt in dieser rein auf das Dorf bezogenen Hilfsaktion einen klaren Vorteil: ″Jede Bürgerin, jeder Bürger hat in irgendeiner Form Berührungspunkte mit einer oder mehreren der drei Institutionen. Dies ist gerade für die älteren Mitbürger wichtig, die persönliche statt anonyme Kontakte wünschen.″

 

 

 

Ihren nachdrücklichen Dank sprechen die Organisatoren dem Pool von Helfern, die sich gemeldet haben, ebenso aus wie Morsumer Schülern, die Infozettel in alle Briefkästen werfen; zudem wird im Ort mit Plakaten auf die Hilfsaktion hingewiesen. Wer einer Unterstützung bedarf, kann sich gerne unter den Rufnummern 0160-3046297 oder 890225 melden.